Comics

43: Spirou in Berlin

Mit etwas Verspätung melden wir uns zurück und sprechen über Spirou in Berlin, den Sonderband von Spirou und Fantasio, verfasst und gezeichnet von Flix. Darin werden die beiden belgischen Comic-Helden ins Ost-Berlin 1989 geschickt. Flix ist der erste deutsche Zeichner / Autor, der jemals für die Reihe gearbeitet hat.

Wir besprechen außerdem noch den Band Operation Fledermaus, ebenfalls aus der Reihe Spirou und Fantasio Spezial. Dessen Handlung spielt im besetzten Belgien während des zweiten Weltkriegs.

Bild: Flix / Carlsen Comic

39: Tim und Struppi / Tintin

Wir sprechen noch mal über Comics! Dieses Mal den Klassiker der frankobelgischen Tradition: Tim und Struppi von Hergé. Da ich zuerst mit französischen Comics (Asterix) und später auch belgischen Comics aufgewachsen bin und erst später mit amerikanischen Comics angefangen habe, ist es eigentlich verwunderlich, dass mich nicht allzuviel persönlich mit Tim und Struppi verbindet. Für diese Folge habe ich die beiden Bände „Das Geheimnis der ‚Einhorn'“ und „Der Schatz Rackham des Roten“, die Vorlage zum Animationsfilm von Steven Spielberg und Peter Jackson (2011) war. Diesen besprechen wir ebenfalls. Fabian ist der größere Hergé-Fan von uns beiden. Er empfielt weitere Bände und außerdem den Comic Grönland Vertigo, aktuell vergriffen, doch offenbar kurz vor einer Neuauflage, von Hervé Tanquerelle. Außerdem das Sachbuch Tim und Struppi und das Geheimnis der Literatur von Tom McCarthy.

32: Art Spiegelmans Maus

Fabian und ich haben relativ spontan beschlossen, diese Folge einem der wichtigsten Werke seines Mediums zu widmen: Maus von Art Spiegelman ist ein Comic bzw. eine Graphic Novel über den Holocaust. Mag befremdlich klingen, ist aber so. Art Spiegelman ist in Schweden geboren und in New York aufgewachsen und feierte kürzlich (am 15.2.2018) seinen 70. Geburtstag. Seine Eltern waren polnische Juden, die den Holocaust und Auschwitz überlebten und in die USA emigrierten.

In den 1970ern beginnt Spiegelman, seinen Vater Vladek zu interviewen. Aus dessen Erinnerungsbericht entsteht Maus und erscheint 1980 zuerst serialisiert. 1992 schließt Spiegelman das Werk ab. Im gleichen Jahr wurde Maus als erster und bisher einziger Comic mit einem Pulitzer Preis ausgezeichnet, zuvor erhielt es einen Eisner Award, den wichtigsten Preis für Comics. Inzwischen ist es als Sammelband „The Complete Maus“ erhältlich (-> Wikipedia DE / EN).

Wir machen noch zwei kurze Exkurse am Schluss: zum Buch von Nadja Spiegelman, der Tochter von Art, das in Kürze auf Deutsch erscheint, und zu Fun Home von Alison Bechdel.

Die Herren Podcaster posieren mit ‚Maus‘ im Kleistpark in Berlin-Schöneberg.
Links: Fabian Thomas, rechts: Jörn Thesen.

25: Thimbleweed Park und A Dark Room

In Folge 25 widmen wir uns zwei ungleichen Videospielen: A Dark Room ist ein minimalistisches Text-Rollenspiel, das entweder im Browser oder als native App auf iOS und Android spielbar ist.

Thimbleweed Park ist ein Point-and-Click-Adventure mit Retrografik, welches unter anderem über Kickstarter finanziert bzw. vermarktet wurde und inzwischen für praktisch jedes Gerät (Mac, Windows, Linux, Xbox One, PS4, iOS und Switch) erhältlich ist. Dahinter stecken zwei Köpfe, die  seinerzeit bei Lucas Arts (bzw. Lucasfilm Games) für Maniac Mansion und Monkey Island verantwortlich waren: Gary Winnick und Ron Gilbert.

Dazwischen erzähle ich auch etwas zu den Spielen von Telltale Games, zum Beispiel: The Walking Dead – in Kürze als Collection aller Staffeln und Episoden erhältlich.

Außerdem erinnern wir uns an eine Ausstellung, die wir im Frühjahr in Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe gesehen haben und wir sprechen wir darüber, dass aktuelle Highend-Spiele immer „realistischer“ bzw. filmähnlicher werden.

16: H.P. Lovecraft Multimedial

In dieser Folge widmen Fabian und ich uns dem Werk von Howard Phillips Lovecraft und wie es in Comics, Videospielen und allerlei weiterer Popkultur weiterlebt. So sprechen wir über die Graphic Novel The Shadow out of Time, die der Illustrator I.N.J. Culbard adaptiert hat, sowie über die Comic-Reihe Providence von Alan Moore und Jacen Burrows, die im Cthulhu-Mythos von Lovecraft-Mythos spielt und gleichermaßen Vorgeschichte und Fortsetzung der beiden Comics Neonomicon und The Courtyard ist (Avatar Press, auf Deutsch bei Panini).

Fabian hat zum Thema auch schon was publiziert. Der Artikel „Cthulhu 2.0 – das kosmische Grauen im Social Web“ aus der Anthologie Dawn of an Evil Millenium: Horror/Kultur im neuen Jahrtausend (Hg. Jörg van Bebber, Büchner Verlag, 2011) ist auch in seinem Blog zu finden. Statt über den neuen Horrorfilm The Void, der von Lovecraft inspiriert wurde und letztes Jahr auf dem Fantasy Film Fest lief berichten, wie eigentlich geplant, machen wir einen Exkurs zu John Carpenters The Thing, das auf einer Novelle eines Zeitgenossen von Lovecraft basiert und auch kosmischen Horror birgt.

Später dieses Jahr wird auch ein Videospiel namens Call of Cthulhu erscheinen, das sich das „official video game“ nennt. Was auch immer das heißt. (Es heißt: die Firma Chaosium hat eine Trademark auf Call of Cthulhu, wenn es um Spiele geht)

Cthulhu hat jede Menge Musik inspiriert und hat es auch zu einem Gastauftritt bei South Park geschafft, in der Drei-Folgen-Story in Staffel 14 erwacht er, als BP an der falschen Stelle bohrt. Außerdem kann man sich Cthulhu auch als Tamagochi halten, via App sowohl für Android als auch für iOS.

Und weil es so schön absurd ist, hier noch das Musical basierend auf Lovecrafts Re-Animator.

Die Musik im Abspann ist Metallicas „Call of Ktulu“.

12: Saga

In dieser 12. Folge beschäftigen sich Fabian Thomas und Jörn Thesen mit der Comic-Reihe Saga von Brian K. Vaughn und Fiona Staples. Außerdem hat Fabian noch ein paar Oscar nominierte Filme gesehen, nämlich Toni Erdmann und Manchester by the Sea.

Jörn erzählt noch von zwei Serien, die man bei Netflix streamen kann: Santa Clarita Diet und Crazy Ex-Girlfriend Hier noch eine der Musical-Nummern aus letzterer:

…und hier noch der putzige Vorspann der ersten Staffel. Und der Trailer zu Santa Clarita Diet.

Ach und was soll’s. Hier noch das Video, mit dem Rachel Bloom bekannt wurde:

Ach und Comics kauft man am besten in seinem örtlichen Comic-Laden, auch wenn man die Trade Paperbacks, also die Sammelbände, auch überall im Buchhandel bekommt. Der Comic-Laden meines Vertrauens ist, wie im Podcast erwähnt Black Dog Comics in Berlin Prenzlauer Berg.

10: Ausblick 2017

Dieses Mal geht es um Zukunftsmusik. Aber auch Filme, Fernsehen und Bücher, die uns das Jahr 2017 bringen und die uns mit Vorfreude erfüllen. Es war keine böse Absicht, dass es die bisher längste Folge geworden ist. Aber eine Teilung erschien mir hier nicht so richtig sinnvoll. Und da wir eh schon jenseits der Grenze einer Stunde waren, lese ich am Schluss noch etwas aus der Leseprobe von Roman Ehrlichs Roman „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens„, der am 16. März bei Fischer erscheint.

Ich verweise hier auch gerne noch mal auf die fortlaufende Playlist zum Podcast bei Spotify.

Hier noch ein paar Trailer:

6: Nobel Dylan, Bon Iver, Lo and Behold, Tickled und Doctor Strange

Dieses Mal geht es um den Literaturnobelpreis für Bob Dylan, das neue Album von Bon Iver, Lo and Behold von Werner Herzog, die Doku Tickled – die ich beide auf dem Cologne Film Festival sehen konnte. Außerdem nehme ich Doctor Strange zum Anlass um die sechs (!) Comic-Verfilmungen des Jahres 2016 noch einmal Revue passieren zu lassen.

Um eine Rezension bei iTunes zu schreiben, folgt doch einfach dieser Anleitung von Apple. Da brauche ich ja gar keine zu schreiben. Also Anleitung. Hier sind wir bei iTunes zu finden.

Hier die Video-Rezension zu Doctor Strange, die den Vergleich zu Iron Man so schön deutlich macht:

Und hier noch der Trailer zu Tickled:

Die Musik diese Folge:

  • Bob Dylan – „The Man in me“ (Habe ich wegen der Lyrics ausgesucht?)
  • Ouvertüre von Richard Wagners Rheingold (wird prominent in Lo and Behold genutzt)
  • Bon Iver -10 d E A T h b R E a s T ⚄ ⚄ (Allein der Titel!)
  • Michael Giacchino – The Master of the Mystic End Credits (aus Doctor Strange)

Korrekturen und Ergänzungen, die ich auf der Tonspur vergessen habe:

  • Nur der Friedensnobelpreis wird aus Oslo vergeben. Alle anderen aus / in Stockholm.  Mea Culpa.
  • Das Album von Kanye West mit Beteilung von Bon Iver heißt natürlich My Beautiful Dark Twisted Fantasy. Nightmare war es eher für mich. Der Track Lost in the World ist aber ziemlich gut… Packe ich auch mal auf die Spotify-Playlist zum Podcast.

2: Batman v Superman – Dawn of Justice / Comicverfilmungen

Da ham wa den Salat. Batman v Superman: Dawn of Justice. Allein der Titel.

In der zweiten Folge nehme ich den neuen Comic-/Superhelden-Film zum Anlass über das Genre im Allgemeinen zu sprechen. Außerdem rede ich kurz über den Film Raum und über Heinz Strunks aktuellen Roman Der Goldene Handschuh.

Ich erwähne / empfehle das Sachbuch The Caped Crusade: Batman and the Rise of Nerd Culture. von Glen Weldon, der übrigens einer der festen Mitglieder des Podcasts NPR Pop Culture Happy Hour ist.

Das Walk of Life Projekt findet man hier: als YouTube Channel oder auch Website.

ACHTUNG: hier folgt die Spoiler-Section. SPOILER.

Was mich am Schluss überrascht hat ist, dass Doomsday Superman tatsächlich tötet. Das ist konsequent, aber irgendwie voreilig. Und so richtig trauen sie sich dann auch wieder nicht – und deuten an, das Superman natürlich noch lebt, oder demnächst wieder aufersteht. Naja.

Weniger gnädig als ich mit dem Film geht Wolfgang M. Schmitt jr. in seiner Filmanalyse um. (Jetzt verlink ich den schon wieder…)

Hier noch ein schönes Beispiel für Nerd-Rage bezüglich des Films – auch inkl. Spoiler.